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04/05/2012

Health Literacy - Stärken und Schwächen

Zusammenfassung der Masterarbeit von Brigitte Piso, Universitätslehrgang Public Health Graz (2007)

Problemstellung

Mangelhafte Health Literacy (Gesundheitskompetenz) ist weit verbreitet, besonders ältere Menschen sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Durch demographische Veränderungen und die daraus vermutlich resultierende Zunahme an chronisch kranken Menschen sind effektive Kommunikationsstrategien gefragt, um die Gesundheitskompetenz der Betroffenen zu stärken.

 

Ziele und Forschungsfragen

Ziel dieser Arbeit ist es daher der Frage nachzugehen, ob das Health Literacy Konzept helfen kann, die Kommunikation mit chronisch Kranken zu verbessern. Zur Annäherung an die zentrale Forschungsfrage werden folgende Zugänge gewählt: Die Entwicklung des Health Literacy Begriffs wird dargestellt, die verschieden Konzepte werden erörtert. Es wird untersucht, woher chronisch Kranke Gesundheitsinformationen beziehen undschließlich wird das Health Literacy Konzept von Nutbeam auf zwei exemplarisch
herausgegriffene Kommunikationsstrategien (Internet, Schulungen) angewendet.

 

Methoden

Offener Review. Ein Raster wird auf Basis Nutbeams Health Literacy Konzept erstellt und als Gerüst für die Literaturrecherche und –analyse verwendet.

 

Ergebnisse

Der Health Literacy Begriff hat sich in den letzten Jahren von einem rein über funktionelle Fertigkeiten definierten Begriff hin zu einem umfassenden, dem heute weithin akzeptierten, ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit und Gesundheitsdeterminanten entsprechenden Konzept zur Darstellung der Einflussfaktoren auf die Gesundheitskompetenz von Menschen entwickelt. Obwohl Daten über die Verwendung verschiedener Gesundheitsinformationsquellen durch die
Allgemeinbevölkerung relativ gut sind, gibt es große Defizite im Wissen über das Informationssuchverhalten chronisch Kranker. Auf der Ebene der funktionellen Health Literacy konnte gezeigt werden, über welche Basiskompetenzen Betroffene verfügen müssen, um Gesundheitsinformationen via Internet oder Schulungen verstehen zu können und welche Anforderungen an das gesellschaftliche Umfeld auf Systemebene gestellt werden. Die individuellen Vorteile der Verbesserung des Gesundheitswissens sind relativ gut belegt, die Auswirkungen auf das Outcome mit positiven Effekten auf gesellschaftlicher Ebene sind weniger eindeutig. Auf interakiver Health Literacy Ebene wurde verdeutlicht, über welche zusätzlichen Fähigkeiten Menschen verfügen müssen, und welche Möglichkeiten auf Systemebene zur Unterstützung der Entwicklung von Fertigkeiten geboten werden können. Beide untersuchten Kommunikationsformen haben das Potential, Menschen in ihrer Entscheidungsfähigkeit unabhängig von Professionalisten zu unterstützen und Interaktionen mit gesellschaftlichen Gruppen zu ermöglichen. Auf kritischer Health Literacy Ebene herrscht der größte Forschungsbedarf um festzustellen, ob Betroffene mit den gewählten Methoden tatsächlich bestärkt werden können, auf Gesundheitsdeterminanten einwirken und Änderungen auf policy- Ebene herbeiführen zu können.

 

Schlussfolgerung

Die Anwendung des theoretischen Health Literacy Konzepts auf die Literaturanalyse konkreter Kommunikationsformen mittels des gewählten Rasters kann helfen, die komplexen Anforderungen an Interventionen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz chronisch Kranker darzustellen. Das Konzept erfüllt aufgrund des ressourcenorientierten Ansatzes ein Grundprinzip der Gesundheitsförderung und verdeutlicht, dass die Beeinflussung der Health Literacy einer Bevölkerung und/ oder einer Bevölkerungsgruppe eines interdisziplinären Public Health Ansatzes bedarf.

 

Quelle: http://public-health.meduni-graz.at/archiv/Mastersarbeiten/Masterarbeit_Piso.pdf

Letzte Änderung am 30/11/2019

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