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Artikel nach Datum gefiltert: Dezember 2019

Menschen lieben das Alltagsleben, da dieses geprägt von Gewohnheiten ist. Ändert sich etwas, steigt das Stressniveau und man wird schnell hektischer. Nicht umsonst ist es für Kopf und Geist so schwer, Gewohnheiten zu ändern.

Unweigerlich wird aber kurz- oder langfristig die Digitalisierung ebenfalls zu Veränderungen in unserem Leben führen. In diesem Beitrag möchte ich der Frage nachgehen, welche umfassenden Veränderungen uns in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten erwarten werden.

 

Produktions- und Konsumverhalten

 

Dem Industriesektor steht die 4. Revolution (Industrie 4.0) bevor. Die Maschinen werden mehr und mehr miteinander vernetzt und beginnen miteinander zu kommunizieren. Für uns Konsumenten wird es dann möglich werden, Produkte zu kaufen, die es bisher in dieser Form noch nicht gegeben hat, da diese noch nicht produziert waren. Individuell angepasst, zeitnah produziert und geliefert, so sieht die Zukunft in manchen Bereichen aus.

Für Einzelstücke und wenige Personen gab es diese Wertschöpfungskette natürlich auch in der Vergangenheit schon. Jetzt aber wird es das im großen Stil geben – 24 Stunden ab Tag. Vorbei ist die Zeit des Massenmarktes, in der jeder die Kleidung von der Stange getragen hat und sich die Unterschiede einzig und alleine aufgrund der Größe ergeben haben. Der Konsument bestellt was gefällt und den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Möglich wird dies über ein Onlinebestellsystem, das die Möglichkeiten der leichten Konfiguration bietet, ein Produktionsprozess der vollkommen autonom und automatisiert abläuft. Gepaart mit einer perfekten Lieferlogistik.

 

Veränderung des Konsumverhaltens aufgrund der Digitalisierung

 

Das Transportwesen

 

Das autonome Fahren ist in der Lage unser bisheriges Transportverhalten von Grund auf zu verändern. Wir waren es bisher gewohnt, uns ein eigenes Auto anzuschaffen, dieses zu pflegen und nach einer gewissen Zeit durch ein neueres Modell zu ersetzen. Google, Uber, VW oder Tesla verändern nicht nur den dafür benötigten Kraftstoff und geben somit dem Individualverkehr ein grünes Mascherl, sondern sie automatisieren auch die Fahrt selbst.

Selbstfahrende Fahrzeuge drängen auf den Markt und werden früher oder später das normale Straßenbild prägen. Sensoren messen das Verkehrsaufkommen, erkennen Hinternisse und treffen dann Entscheidungen auf Basis hinterlegter und erlernter Logiken. Wie ethisch aber können Entscheidungen einer Maschine ausfallen? Denken wir dabei an folgendes Beispiel:

Sie haben Ihre Familie mitsamt Neugeborenen im Auto und fahren durch eine enge Straße in der Stadt. Plötzlich erkennen Sie und das selbstfahrende Auto wenige Meter vor sich eine ältere Dame mit Krückstock, die gerade dabei ist die Straße ohne die Benützung eines Zebrastreifens zu überqueren. Ein Anhalten ist in diesem Fall nicht mehr möglich. Wie würde das automatische System in diesem Fall entscheiden? Wie würden Sie entscheiden?

 

Veränderung des Transportwesens aufgrund der Digitalisierung

 

Die Arbeitswelt

 

Das Konsumverhalten hat sich bereits verändert. Online gehen, bestellen und auf die Lieferung warten. Wir fahren mit Autos, die mit Strom betrieben werden und hoffen darauf, bald nur mehr ein Fahrgast im eigenen oder geteilten (Car-Sharing) Auto sein zu dürfen. Die Automatisierung der unterschiedlichen Bereiche unseres Lebens wird mit Sicherheit Arbeitsplätze kosten. Vorwiegend sind es jene Routinetätigkeiten, die nur eine niedrige Qualifikation verlangen. Bereits jetzt strömen viele Jugendliche in die Schulen oder Universitäten – wenige sind nur noch dazu bereit, eine Lehre zu beginnen. Damit verschärft sich der bereits existierende Facharbeitermangel in den nächsten Jahren noch mehr.

Ob Migration und Anwerben aus anderen Bereichen eine Lösung auf Dauer sein wird, ist zu bezweifeln. Werden die beruflichen Anforderungen auch anders werden? Werden wir noch mehr mit Computern arbeiten und der Mensch nur noch ein Überwacher der Maschinen sein? Anders herum betrachtet kann es aber so sein, dass die Maschinen entscheiden, da diese keine emotionalen Hemmungen haben und weniger Fehler machen? Der Mensch ist dann vielleicht nur mehr der, der darauf zu achten hat, dass die Maschine immer optimal läuft, er ist dieser damit in gewisser Weise untergeordnet?

Was es daher in näherer Zukunft mit Sicherheit brauchen wird, sind Programmierer und ähnliche Berufe. Ihre Gehälter werden steigen und die Gehälter der dann als „unqualifiziert“ geltenden Menschen sinken, da es dann genug von ihnen gibt.

Models und Schauspieler werden zunehmend durch Animationen oder durch die „Deep Fake“ Technologie ersetzt. Models müssen vielleicht so nicht mehr um die ganze Welt geflogen werden, ihr Körper wird einfach per künstlicher Intelligenz auf einen anderen Körper projiziert. Verschiedene Computerprogramme erkennen bereits in Spielfilmen vorhandene Werbeflächen und projizieren auf diese nun personalisierte Werbung.

 

Veränderung des Arbeitswelt aufgrund der Digitalisierung

 

Das persönliches Gut

 

Werden wir in Zukunft noch immer danach trachten, mehr und mehr unser Eigentum zu nennen? Wird die Konsumwelt dahin tentieren, sich nur mehr Dinge bei Bedarf zu mieten? Selbstfahrende Autos werden via App einfach nach den entsprechenden Bedürfnissen knapp vor der Fahr angefordert und stehen dann fahrerlos vor der Tür. Gedanken über den Parkplatz bräuchte man sich keine mehr machen, da das Fahrzeug autonom zum nächsten Kunden fährt oder zu einer Ladestation.

Ähnlich könnte es in der Wirtschaft aussehen – Maschinenkontingente werden nur mehr angemietet. Wird die Maschine nicht gebraucht, so stehen die freien Ressourcen anderen Kunden zur Verfügung. Für den Mieter ergibt sicher der Vorteil, dass dieser sich keine weiteren Gedanken über die Anschaffung, Auslastung und Wartung machen muss. Er kann sich dann in vollen Zügen um die Produktgestaltung und den Vertrieb kümmern.

 

Veränderung des persönlichen Gutes aufgrund der Digitalisierung

 

Die Überschrift „Der Drang zur Digitalisierung ohne gegebene Notwendigkeit“ umschreibt mit netten Worten, dass wir mittlerweile mit Zwang nach Veränderung rufen und uns dabei dem Digitalisierungswahnsinn hingeben. Ich selbst bin zwar ein bekennender Anhänger der Digitalisierung, trotzdem bin ich der Meinung, wir sollten zuerst überlegen und dann erst handeln. Der Einsatz der Blockchain beim Bäcker macht schließlich auch keine besseren Brötchen. Handeln ohne vorherige Feststellung des Bedarfs (Diagnose im bekannten PDCA-Zyklus) hat schon so manch ein Projekt scheitern lassen. Bleiben wir Herr über eine neue Technologie, werden wir nicht dessen Sklave.

Die Forderung von  verschiedenen Firmenchefs nach mehr künstlicher Intelligenz und mehr Technik kann ich aus marktwirtschaftlicher Sicht nachvollziehen. Keiner will den Anschluss verlieren oder aus dem Markt gedrängt werden. Das entscheidende Fragebündel ist aber: „Was ist das Problem und wie kann uns dabei die Digitalisierung oder die künstliche Intelligenz helfen?“.

Fragen wir nicht, wie wir die künstliche Intelligenz oder einen anderen Trend ins Haus bekommen und einsetzen können. Wie gesagt, ohne Problem, kann es auch keine passende Lösung geben. Gleichsam hat auch noch nie ein Produkt ohne Bedarf einen Preis gewonnen.

 

Apps sind die Lösung für jedes Problem

 

Erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang noch an die Bestrebungen der Versicherungskonzerne? Alle wollten umfangreiche Angebote via App verfügbar zu machen. Besonderes Augenmerk wurde damals auf die Option „Schadensmeldung bei einem Unfall“ gelegt. Unsummen wurden dafür von den Versicherungen ausgegeben. Außer Acht wurde dabei gelassen, dass kaum jemand bei einem Unfall zum Handy greift, im App-Store nach der passenden App sucht und dann seine Schadensmeldung einreicht. Eine Idee, die scheinbar nicht ganz zu Ende gedacht wurde.Apps, die digitalen Problemlöser

Den Ausführungen von Prof. Dr. Frieseke folgend möchte ich Ihnen ebenfalls das Wechselspiel von Nutzen und Schaden bei ein und demselben Vorhaben im Bereich der Digitalisierung aufzeigen. Im folgenden Beitrag möchte ich Ihnen ein paar Kernaussagen seines Vortrages zusammenfassen. In seinem Vortrag beschrieb er digitale Lösungen und deren unterschiedliche Verwendung durch die Konsumenten - ein sehr spannender Vortrag. Es lohnt sich somit, sich diesen auf YouTube anzusehen.

 

Im ersten Beispiel ging es um Taxifahrer aus Persien. Früher war es üblich, in ein schmutziges Taxi zu steigen und beim Ankunftsort eine überteuerte Rechnung zu bekommen. Verhandlungen über die Rechtmäßigkeit des Tarifs endeten daher immer wieder im Streit. Das hat sich nun dank digitaler Bewertungsmechanismen geändert. Die Fahrer werden bewertet und je besser die Bewertungen sind, desto mehr Fahrten bekommt der Fahrer. Alles läuft heute korrekt ab und die Taxis sind sauber. Mehr oder weniger eine Win-Win-Situation für alle.

Das gleiche Bewertungssystem gibt es auch in einem Land aus Südostasien. In einer Tourismusregion sind Familien dazu übergegangen, eigene Zimmer via Internet zu vermieten. Die Angebote erhielten einen großen Zuspruch und im Großen und Ganzen funktionierte das System gut. Anders als in Persien wurde das Bewertungssystem aber von den Gästen dazu genutzt, die Vermieter unter Druck zu setzen. Wenn nach Ankunft nicht eine größere und gleichzeitig billigere Wohnung zur Verfügung gestellt wird, dann wird eine negative Bewertung hinterlassen.

Ein anderes Beispiel mit unterschiedlichem Ausgang gibt es auch im Bereich der sozialen Medien. Waren diese als „Segen“ für die Revolution im arabischen Frühling bezeichnet worden, so wurden diese wiederum im amerikanischen Wahlkampf dazu eingesetzt, um Donald Trump ins Weiße Haus zu bringen (wertfreie Aussage). In diesem Zusammenhang wurden sie aber als „Fluch“ bezeichnet. Man kann hier sehr gut sehen, wie nahe eine vermutete Manipulation des Wählerwillens und das angedachte Rückgrat der Demokratie beieinanderliegen.

 

Pro Innovation Bias

 

Vom sogenannten Pro Innovation Bias spricht man, wenn man eine übertriebene Hoffnung in eine neue Innovation steckt. Innovationen sind von vorneherein weder zu verurteilen noch zu überschätzen.Pro Innovation Bias

Als Filme in die „Lichtspieltheater“ kamen, war Charly Chaplin der Ansicht, dass niemand auch wirklich niemand daran Interesse hätte, eine Dramaturgie aus der Konservendose zu konsumieren. Selbst Steve Ballmer soll beim ersten Kontakt mit dem IPhone gemeint haben, niemand will ein teures Telefon kaufen, das nicht einmal Tasten besitzt. Keine Frage, die beiden Beispiele wurden an dieser Stelle selektiv aus einer Vielzahl von Innovationen herausgegriffen, sie verdeutlichen aber gut die Unterschätzung.

Überschätzt wurden die Apps. Nicht jeder Prozess kann und sollte zwanghaft als App abgebildet werden. Nicht jedes Büro braucht einen 3D-Drucker.

 

Obwohl es durch Android-betriebene Handys und dank Google über eine Milliarde Menschen möglich ist, virtuelle Sprachassistenten zu verwenden, leben die Menschen noch immer gut damit, diese nicht ständig zu verwenden.

Gerne sprechen wir im Zusammenhang von Innovationen von Disruption. Es ist mittlerweile auch schon ein Begriff der inflationär verwendet wird und bei genauer Betrachtung ursprünglich eine andere Bedeutung hatte. Hier nehme ich mich selbst nicht aus - ich wurde ebenfalls von Dr. Frieseke über den unsachgemäßen Einsatz aufgeklärt.

 

Es ist nicht einzig und alleine eine gute Idee eines Erfinders, die am Markt sofort alle Produkte der Mitbewerber verdrängt. Die genauere Betrachtung der Definition zeigt, dass es sich zwar um ein neues Produkt handelt, dass jedoch vom Preis her wesentlich günstiger oder sogar kostenlos angeboten wird. Erst auf diese Weise wird eine breite Marktdurchdringung auf Kosten des eingesessenen Produktes möglich. Vielfach wird dabei außer Acht gelassen, dass das neue Produkt über weniger Funktionen als das herkömmliche Produkt verfügt. Der Platzhirsch ist in weiterer Folge gezwungen zu reagieren und wandert dementsprechend mit seinem Produkt und weiteren Funktionen in das Premiumsegment ab.

 

Beispiele für disruptive Innovationen aus der Vergangenheit

  • Das Dampfschiff, es ersetzte das Segelschiff
  • Der Siegeszug der CD auf Kosten der Schallplatte
  • Das Pferd hat den Kampf gegen das Automobil verloren
  • Die Digitalphotografie hat den bekannten 35mm-Filme ersetzt

 

Aktuellere Beispiele für den Siegeszug von disuptiven Überlegungen

  • Das MP3-Format machte beispielsweise die Kassette überflüssig
  • Wikipedia verdrängte die umfangreichen Enzyklopädien
  • Versandapotheken setzten den niedergelassenen Apotheken zu
  • Die Glühlampe hat ausgedient, da es die sparsameren LED-Lampen gibt
  • Amazon führte zu einem Umsturz in der Bücherbranche. Jetzt kann jeder jederzeit selbst ein Buch auf den Markt bringen und vermarkten. Viele andere Bereiche sind ebenfalls der Gefahr ausgesetzt, durch Amazons Ideenreichtum in der Existenz bedroht zu sein.    

 

Bereiche, in denen die Disruption erste Spuren hinterlassen hat

  • MOOCs und Fernstudien setzen den bekannten Hochschulen zu. Bildung wird heute anders konsumiert als noch vor 20 Jahren.
  • Plattformen wie Uber oder Airbnb machten es vor – Plattformen zur Vermittlung privater Güter werden von der breiten Masse dankbar angenommen. Renommierte Platzhirsche verlieren damit wesentliche Marktanteile. Ähnlich sieht es am Immobilienmarkt aus, auch hier gibt es Plattformen, die die eigenständige Vermietung und den Verkauf ohne Makler einfach gestalten.
  • Fintechs bieten über Plattformen Zugang zu neuartigen Produkten und Privatkrediten. Bankhäuser müssen reagieren.
  • IOT oder Internet of Things – die Kommunikation von Geräten untereinander wird Realität.

 

Die andere Idee ist immer besser

 

Ob nun eine Idee aus dem eigenen Haus stammt oder es eine Idee aus einem Start-Up sein muss, sei dahingestellt. Der neidische Blick ins Silicon Valley und die Karawanen an Top-Managern die dort hinfliegen sind jedoch ein wenig übertrieben. Wir sollten unseren eigenen Mitarbeitern eine Chance geben und Ihre Ideen erfragen. Das „not invended here syndrom“ hilft uns nicht weiter, da wir auf Dauer nicht jedes Start-Up mit einer anderen Idee aufkaufen können.

Die eigene Kreativität sollte gefördert werden und es sollte mehr erlaubt sein, einen Fehler zu machen. Unsere Fehlerkultur ist bescheiden ausgedrückt, letztklassig.

 

Andere haben immer bessere Ideen

 

Gleichzeitig sollten wir uns darüber Gedanken machen, ob es immer die Kreativität braucht, die uns dabei hilft, neue Dinge zu erfinden. Entwickeln wir bestehende Dinge weiter oder übernehmen wir bewährte Innovationen aus ganz anderen Bereichen. Unter Umständen kann eine Implementierung aus einem anderen Fachgebiet in unserem Teilbereich von Erfolg gekrönt sein. Mag sein, dass uns daran unsere beschränkte Fehlerkultur hindert oder weil die Idee nicht aus dem eigenen Haus gekommen ist.

Starten Sie in Ihrem Unternehmen doch regelmäßig eine Session, in der neue und spannende Ideen aus anderen Häusern oder Industriezweigen vorgestellt werden. Was davon kann auch in Ihrem Unternehmen zu Erfolg führen?

 

Quelle: 

In Anlehnung an die Arbeiten von Prof. Dr. Sascha Frieseke und seinen Beiträge auf YouTube

Graham Horton, Aufzählung der Innovationen von zephram.de

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über die Folgen der Digitalisierung berichtet, eine Innovation vorgestellt oder über eine disruptive Errungenschaft kritisch diskutiert wird. 

Gerade das Thema Innovation ist nicht neu. Wenn wir es ganz genau nehmen, so können wir seit dem Anbeginn der Industrialisierung auf eine Vielzahl von Innovationen zurückblicken. Viele davon waren gut, andere waren es wiederum weniger. Technische Erneuerungen haben aber in den meisten Fällen dazu geführt, dass eingesessene Praktiken in Frage gestellt und dann teilweise oder ganz ersetzt wurden.Die Innovation Automobil hat die Pferdekutsche ersetzt

 

Ein schönes Beispiel aus vergangenen Tagen ist die Pferdekutsche und die Einführung des Automobils. Neben einigen anderen Gründen war das Automobil dazu gedacht, die Kosten im Transportwesen zu senken. Pferde brauchten schließlich Futter, Stallungen und Menschen, die sich um die Tiere kümmerten. Automobile waren in diesem Sinne pflegeleichter. Nach und nach wurden diese ersetzt und die damit verbundenen Tätigkeiten und Kosten fielen weg. Heute fährt nur mehr die Queen und ein paar Touristen in Wien mit diesem edlen Gefährt.

Wenden wir uns nun einmal dem nahezu inflationär verwendeten Begriff der Digitalisierung zu. Einem Begriff, der beim einen für Angst und beim anderen wiederum für leuchtende Augen sorgt. Es ist aber auch ein Begriff, für den es keine einheitliche Definition gibt und daher je nach Kontext unterschiedlich verwendet wird. Im ursprünglichen Sinn war damit das Umwandeln von analogen Werten in digital verfügbare Formate gemeint. Nicht selten kommt das Wort in Verbindung mit digitaler Transformation, digitalem Wandel oder auch digitaler Revolution vor.

 

Der Wandel deutet dabei den damit verbundenen Veränderungsprozess an, der in der Wirtschaft, Kultur, Politik, Gesellschaft und in der Bildung eingesetzt hat.

Neben dem Gesundheitsbereich ist für mich der Bildungsbereich von großer Bedeutung. Alle anderen Themenbereiche werden daher nicht in dieser Intensität auf dieser Homepage betrachtet. Beide angesprochenen Bereiche profitieren durch die einsetzende Digitalisierung enorm, da Informationen in Form von Dateien (Files) nun wesentlich leichter gespeichert, verteilt und verarbeitet werden können.

 

Aufgrund der hohen Verfügbarkeit des Internets in den Haushalten kann man zu Recht vom Informationszeitalter sprechen. Waren aktuelle und spezifische Informationen vor rund 100 Jahren noch wenigen Personen vorbehalten, so ist es heute kaum noch ein Problem, sich Daten zu einem bestimmten Thema zu besorgen. Es ist vielmehr zu einem Problem geworden, sich aus der Fülle der Informationen die richtigen und wirklich brauchbaren Fakten heraus zu suchen. An anderer Stelle auf dieser Homepage zeige ich Ihnen, wie Sie einfach und schnell hochwertige Informationen finden können.

 

Informationstitanen in einer Welt von Handlungsverweigerern

 

Laut einem Artikel in der renommierten Zeitschrift Nature verdoppelt sich das Weltwissen rund alle acht Jahre. Wenn wir dann davon ausgehen, dass unsere aktive Schulzeit mehr als 16 Jahre zurückliegt, dann würde das bedeuten, dass wir in einer Zeit gelebt und gelernt haben, in der nur jede vierte (4. !!) Information von heute verfügbar war.

 

Das Ballonlernen von Schülern und Studenten

Schüler und Studenten bekommen heute in den Bildungseinrichtungen immer mehr Informationen in kurzer Zeit in Form von Skripten und anderen Unterlagen vorgesetzt. Gefüllt mit Informationen, die mehr oder weniger je nach Lehrenden den aktuellen Stand der Wissenschaft widerspiegeln. Vergleichbar mit einem zu füllenden Ballon wird das Wissen aufgesaugt, um es dann in kürzester Zeit wieder bei der Prüfung auszustoßen, mit dem Ausstoß-Prozess beginnt gleichzeitig der Prozess des Vergessens. Nachdem die Anzahl der Studenten für jede Lehrveranstaltung nahezu konstant bleibt, reicht die Zeit zumeist nur für die neuesten Errungenschaften in einem Gebiet.

Auf der Strecke bleiben die Grundlagen und die oft als langweilig empfundenen Methodenkenntnisse. Wir sollten uns daher die Fragen stellen, ob wir in Zukunft verstärkt Wissen vermitteln sollen, vermittelt haben wollen, dass jeder in kürzester Zeit googeln kann, oder ob wir uns Wissen aneignen sollen, dass uns dabei hilft, neue Erkenntnisse im richtigen Kontext zu verstehen.

 

Schüler sollen verstehen lernen nicht auswendig lernen

 

Daten an sich sind nichts anderes als Symbole, Zeichen oder Zahlen, die beispielsweise aufgrund einer Beobachtung oder Messung entstanden sind. Zu Informationen werden diese, wenn diese in den entsprechenden Kontext gesetzt werden. Sie stellen dann einen neuen Kenntnisstand und Erkenntnisgewinn dar. Das angesprochene Wissen ist somit die Summe der gesammelten Informationen zu einem bestimmten Sachverhalt. Würden die Bildungseinrichtungen verstärkt auf die Informationsversorgung Wert legen, dann würden wir den Kontext nicht mehr ausreichend verstehen können und die Informationen wären dann nichts mehr als lust- und wertlose Datenhäufen. Wissen wird zu einer Mangelware, weil dieses nur noch ganz spezifisch für bestimmte Experten verfügbar wäre.

 

Das Ende des kleinen Mannes

Tätigkeiten, die einem klaren Muster folgen und im Alltag oftmals ausgeführt werden, laufen Gefahr bald einmal der Digitalisierung zum Opfer zu fallen. Bevor wir uns über die Auswege aus der Digitalisierungsfalle Gedanken machen, sehen wir uns ein paar Tätigkeiten an, die prädestiniert für eine vollständige Digitalisierung sind.

 

Arbeiten im Reisebüro: Auch wenn langsam wieder ein Trend hin zum Reisebüro geht, so ist doch die damit verbundene Tätigkeit der Reisebuchung leicht automatisierbar. Vor Jahren noch musste der Mitarbeiter im Büro Rücksprache halten, ob noch freie Plätze vorhanden sind oder andere Details mühevoll per Telefon klären. Heute finden Tarifvergleiche auf Knopfdruck statt, Bewertungen über das Feriendomizil sind in Sekunden verfügbar und am Ende können alle Reiseunterlagen selbst ausgedruckt werden. Aufgrund der vielen Auswahlmöglichkeiten ist es für uns nicht zu leicht, sondern schon fast wieder unüberschaubar geworden. Wodurch sich auch der Trend wieder hin zum Reisebüro erklärt.

 

Wer sucht sich heute noch eine Rufnummer für ein Taxi raus und erkundigt sich nach einem passenden Fahrer mit einem ansprechenden Wagen? Kaum jemand, mittels App von Uber wird einfach und schnell geordert. Selbst das Bahnticket kann heute mit ein wenigen Handbewegungen am Display des Smartphones geordert werden.

 

Lange Schlangen vor dem Bankschalter gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Wer heute eine Überweisung ins Ausland tätigen möchte, der bezahlt via PayPal oder nutzt die Onlineplattform der eigenen Bank. Einloggen, Zahlen eingeben und Überweisung bestätigen.

 

Was aber, wenn das Spiel aufgrund von gesetzlichen Vorgaben immer denselben Regeln folgt und es einen teuren Experten für die einfachen Tätigkeiten nicht mehr bräuchte? Ein Beispiel dafür ist der Steuerberater – wir könnten unsere Steuererklärung und alle Steuerfragen dem Computer überlassen und erst dann, wenn es schwierig wird, den Rat des Steuerberaters einholen.

 

Digitalisierung kostet Arbeitsplätze

 

Es steht außer Frage, dass verschiedene Tätigkeiten in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten wegfallen werden. Nicht ganz korrekt ist aus meiner Sicht, wenn behauptet wird, dass ganze Arbeitsplätze wegfallen werden, denn in erster Linie sind es nur die wiederkehrenden Tätigkeiten an bestimmten Arbeitsplätzen. Ein aus meiner Sicht nicht ganz unwichtiges Detail.

Weniger gefährdet sind Jobs, die aufgrund ihrer Einfachheit bzw. dem Ort, an dem diese durchgeführt werden, nicht ganz so einfach durch Automatisierungsschritte ersetzt werden können. Ein Fliesenleger, der in einem sehr kleinen Raum Millimeterarbeit erledigt, kann nicht gewinnbringend durch eine geeignete Maschine ersetzt werden. Hier wäre die technische Lösung einfach viel teurer als der zu erwartende Nutzen. Diese Betrachtung mit dem Blickwinkel „Einfachheit“ soll aber in keiner Weise den angesprochenen Berufszweig diskreditieren oder abwerten. Die Tätigkeit dient hier nur exemplarisch als Beispiel und soll das Gesagte in praktischer Form verdeutlichen.

 

Gefragt werden mit Sicherheit Personen sein, die über ein sehr hohes Bildungsniveau und über umfangreiche Lösungskompetenzen verfügen. Es braucht Menschen, die Lösungsoptionen für Herausforderungen aufzeigen, für die es bisher noch keine angemessenen Antworten gab. Das heißt aber wiederum nicht, dass die gefundene Antwort nach entsprechender Aufbereitung nicht früher oder später einmal ebenfalls digitalisiert wird.

Unsere Kinder sollen daher in Zukunft nicht lernen, wie sie in kürzester Zeit möglichst viele Informationen im Gehirn speichern können, sondern wie sie ihr Wissen erweitern können und damit in die Lage versetzt werden, kreative Lösungen zu generieren.

Mit der steigenden Notwendigkeit, Kreativität an den Tag zu legen, werden diese Fähigkeiten und damit verbundenen Berufsgruppen auch weiterhin gefragt sein. Musik und Kunst kann nicht so einfach durch Computer ersetzt werden. Mit der steigenden Technisierung wird auch der Faktor soziale Arbeit an Bedeutung gewinnen. Menschen werden verstärkt den Wunsch haben, menschliche Nähe zu spüren. Ein Mehrwert, der hoffentlich bei der Bezahlung von Personen in den Sozialberufen Niederschlag finden wird. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass diese Berufsgruppen mit (geringfügigen) Gehaltssteigerungen rechnen können, die Gewinner werden aber sicher die Programmierer sein und bleiben. 

 

Quelle:  In Anlehnung an die Arbeiten von Prof. Dr. Sascha Frieseke

Duschen wir morgen nur mehr kalt oder doch noch heiß? Heißt mein neuer Kollege Chatbot? Digitalisierung hin oder her – manches wird sich ändern, manches nicht.

Immer wieder werde ich von Menschen gefragt, wie und in welchen Bereichen sich das Leben für sie ändern wird. Die Digitalisierung ist oft in den Schlagzeilen und viele Menschen haben deswegen um Ihren Job Angst. Ist der digitale Darwinismus wirklich so grausam? Ist die empfundene Ehrfurcht wirklich berechtigt oder ergeben sich vielleicht auch neue Perspektiven für den Betrachter? Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach passenden Beispielen in der Praxis gemacht. Angedacht ist es, diesen Beitrag laufend mit interessanten Beispielen zu erweitern. Gerne nehme ich Ihre Beispiele in diese Liste auf. Ein formloses Mail mit Link oder Text genügt.

Digitalisierung heißt aber nicht, wie oft angenommen wird, dass eine Maschine die Tätigkeit eines Mitarbeiters übernimmt und diesen umgehend ersetzt. Vielmehr geht es darum, bestehende Optionen auszureizen und neue Möglichkeiten zu nützen. Wenn spezifische Datensätze bereits vorhanden sind, so geht es darum, daraus Handlungsoptionen für die Zukunft abzuleiten. Nicht jeder Datensatz verfügt aber über die Qualität, gewinnbringende Informationen mit Mehrwert abzuleiten. Über Daten zu verfügen oder blind einer Datensammelwut zu folgend ist also nicht immer zielführend und ausreichend.

 

Im ersten Teil geht es um das Internet der Dinge, kurz IOT

 

Digitalisierte Kühlsysteme

 

Auf verschiedenen Plattformen wurde bereits über die Möglichkeit geschrieben, den eigenen Kühlschrank an das Internet anzubinden. Der Vorteil liegt auf der Hand – das integrierte System aus Sensoren erkennt, wann eines der Lieblingsprodukte zu Ende geht. Beispielsweise könnte eine App im Vorfeld auf diesen Umstand hinweisen oder eine automatische Bestellung einleiten. Für die Wertschöpfungskette ergeben sich hier aber neue Ansatzpunkte, denn einerseits können die Kühlschrankhersteller weitere Kooperationen eingehen und somit Ihr Betätigungsfeld erweitern und andererseits gibt es neue Möglichkeiten für regionale Anbieter (Biohöfe, Lebensmittelhersteller, Supermärkte) und diverse Zusteller.

 

Neue Chancen für Nahversorger durch Digitalisierung

 

Geräteproduzenten, Installationen und sonstige Wartungsbetriebe

 

Immer dann, wenn es einen Verbrauch am eigentlichen Gut gibt, spielt die Wartung eine große Rolle. Sensoren sind in der Lage, Veränderungen wie beispielsweise Verschleiß oder undichte Stellen zu erkennen. Werden diese früh genug erkannt und behoben, dann sind längere Geräteausfälle und große Reparaturen oft nicht mehr der Fall. Gegebenheiten, die Kosten sparen.

Wer sich nun um diese Sensoren kümmert, ist in der Lage, die entsprechenden Lösungen anzubieten. Beispielsweise durch den Verkauf der Verbrauchsgüter, zeitgerechte Servicearbeiten, Optimierung der Service- und Wartungstermine, Generierung weiterer Systemdaten und deren Auswertung oder die Vernetzung relevanter Akteure unter der eigenen Leitung. Nicht weniger interessant ist dabei die Option des Upsellings. Stimmen die Chemie und am Ende der Nutzen für alle Beteiligten, so steht einer erweiterten Geschäftsbeziehung nichts im Wege.

 

Neue Betätigungsfelder beim gleichen Kunden

 

Der grüne Daumen wird digital

 

Wer kennt nicht das Phänomen der brauen Blätter im eigenen Heim? Man kümmert sich liebevoll um die eigenen Pflanzen und trotzdem sterben sie. Nicht selten ist das Problem die erhöhte Wasserzufuhr – aber das nur am Rande. Wie wäre es, wenn ein geschulter Pflanzendoktor die Überwachung des Gesundheitszustandes übernehmen würde? So was gibt es nicht? Warum nicht? Eine Gärtnerei, die auf den Zug der Digitalisierung aufspringt, könnte beispielsweise diese Rolle übernehmen und daraus ein eigenes Geschäftsmodell entwickeln. Über das Internet werden relevante Daten übertragen und sollte mittels „Screening“ ein Grenzwert überschritten werden, so werden entsprechende Tipps zur Verfügung gestellt. Sollten Fragen zur Pflege auftreten, so wäre beispielsweise der Experte via Video-Call zeitnah erreichbar. Ist der Kundenstock einmal groß genug, dann kann das Service günstig für den Pflanzenfreund angeboten werden. Ihre Lieblingspflanze würde es Ihnen bestimmt danken. Für die Gärtnerei wiederum wäre es eine weitere Einnahmequelle und eine besondere Form der Kundenbindung. Im Gesundheitsbereich sind ähnliche Modelle schließlich auch am Markt und sie funktionieren gut.

 

der grüne Daumen wird digital

 

Quelle: In Anlehung an D. Theil, 7 Beispiele für Digitalisierung im Mittelstand

Als Dozent an verschiedenen Fachhochschulen und im Rahmen meiner Beratungstätigkeit für Unternehmen bin ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob früher oder später die Digitalisierung all unsere Arbeit obsolet machen wird. Ich erkenne in diesem Zusammenhang eine immer größer werdende Angst vor dem Unbekannten. Wird die Digitalisierung wirklich alles verändern und Arbeitsplätze kosten? Müssen wir heute daran setzen und "Künstliche Intelligenz" in unserem Unternehmen implementieren, damit wir den Anschluss an die Mitbewerber nicht verlieren? Braucht es mehr und mehr Inovationen, um überleben zu können?

 

Künstliche Intelligenz

 

Ich könnte nun die Liste an Fragen noch lange weiterführen. Die angebotenen Informationen in den Medien und auf einschlägigen Plattformen erzeigen das Bild, dass die Digitalisierung mit all ihren Facetten, die Lösung für alle Probleme sein wird. Es steht zudem außer Zweifel, dass Jobs in Gefahr sind und die Effizienz in bestimmten Bereichen dadurch gesteigert werden kann. Ist davon auch der Gesundheitsbereich betroffen? Werden die Arztpraxen in Zukunft leer sein? Werden sich die Menschen nach dem Hype der sozialen Medien noch mehr den technischen Alternativen zuwenden und damit die soziale Vereinsamung fördern oder wird es zu einem Umdenken kommen?

In der neuen Sparte "Digitalisierung und Zukunftstrends" auf meiner Homepage www.derkompetenzentwickler.at werde ich mich nach dem Thema Gesundheitskompetenz verstärkt der Frage widmen, was die Digitalisierung im Gesundheitsbereich bringen kann und wird. Das Ziel wird es aber nicht sein, eine Technologie wie beispielsweise die Blockchain oder Virtual Reality zu bewerben, sondern kritisch zu hinterfragen, ob diese Technologien und Zukunftstrends wirklich einen Mehrwert liefern werden.

 

Mit folgenden Fragen werde ich mich in den nächsten Beiträgen beschäftigen:

  • Innovativ und disruptiv sind Wörter die ständig vorkommen aber oft falsch interpretiert werden. Wie wäre es richtig?
  • Ist der Drang nach Digitalisierung wirklich notwendig? Muss alles digitalisiert werden? Link zum Text
  • Einfache und nachvollziehbare Beispiele die den Nutzen oder Schaden von neuen Innovationen aufzeigen. Link zum Text
  • Warum die Forderung nach mehr Informationen und Transparenz nur ein einseitiger Blickwinkel ist.
  • Wird Amazon mit ALEXA eine Revolution am Gesundheitsmarkt auslösen?
  • Was verspricht der Einsatz von Alexa im Gesundheitsbereich und was kann dieser virtuelle Sprachassistent wirklich?

 

Stephen Hawking sagte einmal, dass künstliche Intelligenz das Beste sei, was Menschen jemals passieren hätte können - oder auch das Schlechteste. Was nun richtig ist, wird die Zukunft weisen. Wir müssen uns aber immer darüber im Klaren sein, dass Technologien von sich aus nicht definieren, ob diese gut oder schlecht sind. Es sind immer die Menschen, die diese für ihre Zwecke einsetzen und somit erst bestimmen, ob es nun das Beste oder Schlechteste ist. Den Nachweis dafür konnten Forscher bereits bei den CT-Geräten aufzeigen. 

 

Vernetzung von digitaler Technik und sozialer Notwendigkeit

 

In meinen Ausführungen möchte ich immer wieder einen Blick über den Tellerrand werfen und neue Perspektiven aufzeigen. Es reicht nicht, optimierte Texte in das Internet zu stellen und dann zu hoffen, dass der Leser alles finden wird. Es reicht nicht, Computerprogramme zu schreiben, damit diese alle Probleme lösen.

Die Basis für meine Überlegungen liefern Aussagen von Experten und die Fachliteratur. Kritisch zu hinterfragen gilt es dabei wiederum, wer ein Experte in seinem Gebiet ist. Viel zu viele sind mittlerweile als Speaker auf diesen Zug aufgesprungen und wollen nur sich oder ein Produkt mit hohen Margen verkaufen. Ich möchte Nutzen stiften, für Aufklärung sorgen und den Leser dazu befähigen, die richtigen Fragen zu stellen.

 

Die Fehleranfälligkeit der künstlichen Intelligenz

 

Gleichzeitig müssen wir mit unseren Erwartungen immer in der Realität bleiben. Selbst die künstliche Intelligenz ist nicht unfehlbar. Warum? Ganz einfach, die Programme lernen auf Basis der Inhalte, die wir eingangs zur Verfügung stellen. Ein kurzes Beispiel soll das verdeutlichen. Amazon hat eine künstliche Intelligenz geschaffen, die dabei helfen sollte, den besten Bewerber aus einer Reihe von Personen zu selektieren. Das Programm hat dann ganz stark dazu dentiert, Männer für die jeweiligen Posten zu wählen. Frauen kamen nie wirklich für die ausgeschriebenen Stellen in Frage? Sind Frauen also von Grund auf schlechter für bestimmte Positionen geeignet. Ist die KI sexistisch veranlagt? Der Grund war dann schnell gefunden.

In der Vergangenheit waren viele der vorgegebenen Postenbeschreibungen mit Männern besetzt gewesen. Die KI schlußfolgerte daraus, das Männer besser für die jeweiligen Positionen sind. Selbst nach Nachjustierung durch Programmierer half nichts - das System war davon überzeugt, dass Männer besser sind. Das System wurde dann glücklicherweise abgestellt und die Selektion erfolgt nun wieder aufgrund der Entscheidungen von Menschen. Wir können nun hoffen, das Frauen die gleichen Chancen haben.

Der BIAS ist leider in vielen anderen Bereichen ebenfalls ausgeprägt vorhanden. Menschen mit schwarzer Hautfarbe werden von den unterschiedlichen System eher negativ beurteilt als Menschen mit weißer Hautfarbe. Selbst Google wurde bei seinen Suchergebnissen ein gewisser Rassismus vorgeworfen. Googeln Sie selbst einmal das Wort "Hand". Es werden hauptsächlich Hände von weißen Menschen dargestellt. Bei Abänderung des Suchbegriffes in "black hand" wurden dann wiederum Hände gezeigt, die von Kritikern als abwertend gedeutet wurden. 

 

Wer in seinem Blog nicht ganz genau auf die Urheberrechte achtet, der bekommt schnell eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung. Es gibt einige, die das bereits einmal passiert ist. Nun möchte ich die Gelegenheit nützen, um alle meine Leser für dieses Thema zu sensibilisieren.

 

Fangen wir bei der Verwendung von Bildern an

 

Wer holt sich nicht schnell ein passendes Foto aus dem Internet und schmückt seine Präsentation damit? Ich das erlaubt? Vermutlich nicht, denn die jeweiligen Bildrechte stehen nicht zur Verfügung. Gut, wo kein Kläger, dort kein Richter. Anders sieht es aber auf der Homepage oder in einem eBook aus. Dort sind die Bilder dann mehr oder weniger dauerhaft gespeichert und können mithilfe einer ausgeklügelten Bildersuche auch viele Jahre später noch gefunden werden.

Wer es selbst einmal probieren will, der geht auf die Google Seite https://www.google.at/imghp?hl=de und ladet ein entsprechendes Bild hoch. Nach ein paar Sekunden wird angezeigt, wo dieses Bild überall im Internet zu finden ist. Einfach oder?

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